Vrchlabi/Hohenelbe.

Ein automatisches Panoramabild vom Stadtzentrum !
Das Panoramabild zeigt das Zentrum unserer Partnerstadt Vrchlabi / Hohenelbe. Aufgenommen vom Rande des Stadtpark's - Pod Parkem.


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D A S   I N H A L T S V E R Z E I C H N I S   D I E S E R   S E I T E . 

Allgemeines über Vrchlabi und die Partnerschaft.
Video's von der Partnerschaftsfeier und späteren Besuchen.
Die Entstehung unserer Partnerschaft.
Die Zeit der Hoffnung.
Baunatal sucht eine Partnerstadt in Tschechien.
Die Schlüssel-Veranstaltung für die Partnerschaft.
Der Heiratsantrag kam nicht aus Vrchlabi.
Der KSV-Baunatal stellt eine wichtige Weiche.
Endlich gibt es Freunde in Vrchlabi.
Spartak-Vrchlabi informiert die Bürger.
In Vrchlabi ist ein neuer Bürgermeister gewählt.
Die erste Delegation aus Vrchlabi in Baunatal.
Der Gegenbesuch im Schloss von Vrchlabi.
Einige Bilder von dem ersten Besuch.
Resümee oder Schlussbetrachtung.
Der Lohn für die Mühe.
Der 1. Mai 2004 - Tschechien kommt zur EU.
15 Jahre erfolgreiche Partnerschaft.
Noch eine Bescherung aus Vrchlabi.
Ein Klaus-Klick für Europa .
Hohe Auszeichnung für Luisa Chaloupska.


Hohenelbe. Das Tor zum Riesengebirge.

Allgemeines über Vrchlabi/Hohenelbe und die Partnerschaft !

Stadtgründung mit dem Namen - Hohenelbe, am 6. Oktober 1533.

Partnerschaft mit Baunatal seit 1991. Unterzeichnung in Hohenelbe im
Jahre 1992.
Hohenelbe liegt mit 484 m über NN schon höher als unser Baunsberg.
Das ist auch kein Wunder, denn Hohenelbe ist das Tor zum Riesengebirge.
Aber bevor man in das Riesengebirge kommt, muss man erst noch an dem
1019 m hohen Heidelberg vorbei.
Eine sehr gut ausgebaute Straße führt an der Elbe aufwärts bis nach
Spindelmühle. Kurz vor Spindelmühle befindet sich die erste Talsperre im
Lauf der Elbe.
Diese Talsperre wurde 1914 in Dienst gestellt. Hauptsächlich zum Hochwasserschutz für Hohenelbe. Erbaut wurde sie noch durch Kaiser Franz-Joseph von Österreich. Damals war Böhmen noch ein Teil von
Österreich. Aber nur noch für vier Jahre. Am 28. Oktober im Jahre 1918
wurde dann die Tschechoslowakische Republik gegründet.

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Der Autor mit seiner Frau und der Videokamera. Dieses Bild wurde an der unteren Seilbahnstation zur Schneekoppe - in Petzer - von Hans-Heinrich Asche aufgenommen.

Video's von der Partnerschaftsfeier und späteren Besuchen.

Bevor ich mit der eigentlichen Schilderung zur Entstehung unserer
Partnerschaft beginne, habe ich auf Wunsch einiger Besucher dieser Website, einen Absatz mit einigen Videoclips von der Partnerschaftsfeier im Jahre 1992 und von späteren Besuchen in Vrchlabi, hier eingefügt.
Ich setze diese Videos mit Absicht an den Anfang dieser Seite, obwohl sie
ganz am Ende stehen müssten. Dadurch kann man gleich zu Beginn sehen wie
gut und schön unsere Partnerschaft mit Vrchlabi gelungen ist.
Es ist gut, dass ich die ganze Vorgeschichte (seit 1986) und dann die
eigentliche Entstehungsphase nahezu lückenlos mit der Videokamera aufgezeichnet habe. Dadurch bin ich heute in der glücklichen Lage, nahezu
alle Situationen in Wort und Bild, (aus meinem Archiv) in Erinnerung zu
bringen. Das menschliche Gedächniß allein reicht nicht aus um Ereignisse
nach etlichen Jahren präzise wiederzugeben. Es führt sehr oft zu Missverständnissen durch Fehlinterpretation.
Bei meinem ersten Besuch im Riesengebirge (August 1986) habe ich noch nicht an eine Partnerschaft mit Vrchlabi gedacht, aber ich habe mir gewünscht und auch gehofft, dass man mit den jetzt, dort lebenden Menschen friedlich und freundlich Zusammenleben kann.
Deshalb ist für mich ein Wunschtraum in Erfüllung gegangen und ich danke allen die mir dabei behilflich waren. Vor allem meinen Freunden in Vrchlabi.

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D A N K - A U C H - A N - V A C L A V - H A V E L !


Am 18. Dezember 2011 ist Vaclav Havel gestorben.  Durch seine samtene Revolution 1989 wurde die Partnerschaft mit Vrchlabi/Hohenelbe im ehemaligen Sudetenland erst möglich.


Videoclips aus Vrchlabi / Hohenelbe !


- Partnerschaft.- Am 1. Mai 1992 fand im Kulturhaus von Vrchlabi die Partnerschaftsfeier statt. Anwesend war auch eine große Delegation aus Baunatal. Das Video zeigt einen kleinen Ausschnitt davon.

--- Volkstanz. --- Das Video ist eine Tanzeinlage einer Showtanzgruppe aus Vrchlabi während der Partnerschaftsfeier im Kulturhaus vom 1. Mai 1992.
-- Das Konzert. -- Dieses Video zeigt einen kleinen Ausschnitt eines grossen Konzertes vom 2.Mai 1992 im Kuturhaus von Vrchlabi zu Ehren der Partnerschaft. - Die hl. Messe.- Das Video zeigt einen Ausschnitt vom gemeinsamen Gottesdienst in der Dekanatskirche von Vrchlabi am 1. Mai 1992.
-- Knabenchor. -- Das Konzert in der Dekanatskirche von Vrchlabi fand am 12. September 1996 zu Ehren einer Delegation aus Baunatal statt.
-- Cheerleader. - Das Video zeigt einen Ausschnitt einer Veranstaltung auf dem Marktplatz von Vrchlabi, am 20. Juni 1997.
- Mädchenchor. - Dieses Video zeigt einen Ausschnitt eines Mädchenchores in der Klosterkirche von Vrchlabi vom 12. September 1998. -- Kinderchor.-- Dieses Video zeigt einen Ausschnitt eines Kinderchores in der Klosterkirche von Vrchlabi vom 1.Mai 2004. Als Tschechien zur EU kam.


Hohenelbe aus der Luft. Der neue Marktplatz.

Die Entstehung unserer Partnerschaft !

PROLOG - Eine sehr schlimme Zeit.


Durch den Einmarsch der deutschen Truppen im Jahre 1938/39 wurde aus der Tschechoslowakischen Republik das Protektorat Böhmen und Mähren gebildet. Nur die Slowakei wurde eigenständig.
Was dann in den Jahren, bis 1945 durch die deutsche Besatzungsmacht unter der tschechischen Bevölkerung angerichtet wurde, war teilweise unmenschlich und grausam.
Die deutsche Führung hätte wissen müssen, dass nach einer Niederlage die Rache noch grausamer sein wird. So sehe ich dann auch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, als logische Folge. Obwohl in der Hauptsache auch wieder - wie schon vorher bei den Tschechen - viele unschuldige Menschen betroffen waren.

Ein tieferes Eindringen in die ganze Problematik ist nicht erforderlich um zu verstehen, dass eine Partnerschaft mit einer tschechischen Stadt – zudem im ehemaligen Sudetenland – ungeheuer wertvoll ist und ich bin froh und glücklich, dass es zu dieser Partnerschaft, zwischen Vrchlabi und Baunatal gekommen ist.

Aber, wie die Partnerschaft mit Vrchlabi/Hohenelbe letztendlich zustande gekommen ist, werde ich im folgenden berichten und auch mit Dokumenten belegen.

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Der Übergang nach Ober-Hohenelbe. Hinter der Elbebrücke - am Kreuzplatz - wohnt mein Freund, der die erste Botschaft nach Baunatal brachte.

Die Zeit der Hoffnung.

Meine Tätigkeit als ehrenamtlicher "Stadtfilmer" der Stadt Baunatal, hat auch viel zum Erfolg beigetragen. Weil dadurch die Video-Kamera zu meinem ständigen Begleiter wurde.
Mit meiner Frau war ich das erste mal im Jahre 1986 in ihrer alten Heimat – im schönen Riesengebirge. Mit der Video-Kamera habe ich alles, was an die österreichische Vergangenheit erinnert, auf Videoband festgehalten. Man konnte ja nicht sicher sein, ob ein Jahr später das alles noch möglich ist.
An eine Partnerschaft habe ich zu diesem Zeitpunkt, sowieso noch nicht zu denken gewagt.
Aber ich hatte schon bei dieser ersten Reise ein tiefes inneres Bedürfnis auf eine Versöhnung, zwischen Deutschen und Tschechen.

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Vrchlabi/Hohenelbe. Es gibt hier viele Häuser, wo ich sagen kann: Hier wohnen Freunde von mir!

Baunatal sucht eine Partnerstadt in Tschechien.

Am 30. Januar 1987 fand in Baunatal eine tschechische Bilderausstellung statt. Diese Veranstaltung war ganz bewusst von der Stadt Baunatal eingeladen, denn man wollte eine Verbindung knüpfen mit dem Ziel einer tschechischen Städtepartnerschaft, ohne eine konkrete Vorstellung mit welcher Stadt.
Diese Veranstaltung habe ich in der Eigenschaft als Stadtfilmer natürlich auch aufgezeichnet. Heute bin ich froh darüber, denn ich bin sicher, dass an diesem Tag der Grundstein für unsere Städtepartnerschaft mit Hohenelbe – von mir - gelegt wurde. Das wird ganz deutlich wenn man die Entwicklung bis zur Partnerschaft weiter verfolgt.
Bei der Eröffnung der Ausstellung über tschechische Künstler waren auch Angehörige der tschechischen Botschaft anwesend. Unter anderen der Kulturattache VACLAV ROZBOUD . Genau mit diesem, habe ich mich im Anschluss eingehend über das Riesengebirge, Vrchlabi und auch über das Skoda-Werk unterhalten. Er selbst hat mich dann verbessert indem er sagte: Aha Hohenelbe.
Am Schluß des Gesprächs habe ich noch erwähnt, dass ich im Sommer wieder mit der Videokamera in das schöne Riesengebirge reise. Daraufhin übergab er mir seine Visitenkarte - falls ich mal in Schwierigkeiten komme, sollte ich ihn informieren.
Die Vertreter der Stadt Baunatal zielten in ihren Gesprächen eher auf Mlada Boleslav/Jungbunzlau als Partnerstadt. Dort befindet sich das Skoda-Hauptwerk.
Von Hohenelbe oder auch Vrchlabi war bei denen keine Rede. Die Stadt war
ja auch in unserem Rathaus völlig unbekannt.

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Das war die Schlüssel-Veranstaltung für die Partnerschaft !


Vaclav Rozboud am Rednerpult. 30.01.1987 Oben auf der Treppe unser jetziger Bürgermeister Manfred Schaub. - Die Vertreter der Stadt Baunatal - - im Gespräch mit den Gästen von der tschechischen Botschaft.


Ein automatisches Panoramabild vom Schlosspark !
Der Teich im Schlosspark - mitten in Vrchlabi - ist eine Oase der Stille und der Ruhe und ein wunderbarer Ort zum verweilen.


Im Schlosspark von Hohenelbe.

Der Heiratsantrag kam nicht aus Vrchlabi/Hohenelbe.

Inzwischen war ich das zweite mal (1987) in Hohenelbe und Umgebung.
Noch völlig unbefangen, habe ich weitere Eindrücke auf Video festgehalten.
Im Dezember gleichen Jahres bekam die Stadt Baunatal – übermittelt von der tschechischen Botschaft – einen "Heiratsantrag aus Vrchlabi" . So stand es in der Zeitung vom 19. Dezember 1987.
Jetzt war ich in der glücklichen Lage, im Stadtparlament von Baunatal, am 20. April 1988 einen ausführlichen Videofilm über Hohenelbe vorzuführen, denn - wie gesagt - keiner kannte bis jetzt diese Stadt.
Etwas neugierig war ich auf meinen dritten Besuch in Hohenelbe (Sept. 1988)
Aber ich fand die Stadt Hohenelbe unverändert. Damit war für mich auch klar, dass die Leute in Vrchlabi, von dem "Heiratsantrag" keine Ahnung hatten.
Denn wenn man heiraten will muss man sich schon etwas schön machen. Aber
in der Stadt hatte sich seit zwei Jahren nichts verändert. Es war alles grau und
trist wie zuvor. Der blaue Dunst von den Zweitakt-Motoren reichte in der Hauptstraße, nach wie vor bis in die 1. Etage der Häuser.
Das war dann auch die wenig hoffnungsvolle Botschaft die ich Zuhause
in Baunatal unserem Bürgermeister überbringen konnte.


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Einladung vom KSV-Baunatal. Eine Sportlerdelegation von Spartak-Vrchlabi zu Besuch in Baunatal, vom 22.bis 26. Juni 1989.

Der KSV-Baunatal stellt eine wichtige Weiche.

Plötzlich kam uns der Sport zu Hilfe. Heinrich Käse, dem damaligen Präsidenten des KSV-Baunatal, war es gelungen, mit Hilfe seines Ost-Agenten, eine Sportler-Delegation aus Vrchlabi für Sport-Veranstaltungen zum Baunataler-Volksfest, im Juni 1989, einzuladen.
Diese Nachricht schlug im Rathaus wie eine Bombe ein.
Auch für mich war das die höchste Alarmstufe. Sah ich doch hier die grosse Chance, persönliche Kontakte zu knüpfen.
Deshalb habe ich mich dann auch von Anfang an mit der Video-Kamera unter die Sportler gemischt und mich um ihr Vertrauen bemüht. Einige von den Sportlern habe ich auch mit nach Hause in mein Studio genommen und ihnen Videos von ihrer Stadt gezeigt, denn sie wollten mir nicht glauben, dass ich ihre Stadt kenne. Danach war das Eis gebrochen. Wir haben dann drei wunderbare Tage miteinander verbracht.
Spätestens bei dem Abschieds-Empfang – im Gasthaus zur Linde – haben
auch die Letzten gemerkt was die Stadt Baunatal beabsichtigt.
Absichtserklärungen bzw. Einladungen von den Begleitpersonen konnte man
aber nicht ernst nehmen. Sie entstanden lediglich aus einer peinlichen Verlegenheit heraus. Die Begleitpersonen waren in der Hauptsache Aufpasser. Sie sollten nach Möglichkeit "Westkontakte" ihrer Leute verhindern.
Wie dann in der Zeitung zu lesen war, wurde das aber alles für bare Münze genommen. Ich habe davon überhaupt nichts gehalten. Mit der Abreise der Sportler wäre auch diese Bemühung einfach verpufft.
Aber für mich war die Bekanntschaft – vielleicht sogar schon Freundschaft –
mit den Sportlern ein großer Erfolg. Konnte ich doch beim Abschied
versprechen: In drei Monaten komme ich wieder in eure Stadt und bringe
die Videofilme mit.
Nur dadurch fand die Sportler-Aktion eine hoffnungsvolle Fortsetzung.


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1989 Feiern mit Freunden. Wir sind in Hohenelbe keine Fremden mehr. Obwohl sich politisch noch nichts verändert hat, steht uns ziemlich alles offen. Es war ein ganz anderes Gefühl als in den Jahren zuvor. Meine Frau war erst jetzt wieder in ihrer alten Heimat angekommen. Die Partnerschaft mit Vrchlabi stand jetzt bei mir an oberster Stelle und ich war bereit alles dafür zu tun.

Endlich gibt es Freunde in Hohenelbe.

Die nächsten Monate dauerten viel zu lange. Ich konnte es überhaupt nicht abwarten wieder nach Hohenelbe zu kommen.
Endlich war es dann soweit. Meine vierte Reise in das Riesengebirge im August 1989. Hauptsächlich aber diesmal Hohenelbe.
Die Stadt war mir bekannt. Ich kannte jeden Weg und jeden Steg. Aber es
war ein ganz anderes Gefühl. Diesmal erwarteten mich Bekannte und
Freunde. Wir haben gefeiert und Videofilme angeschaut, meistens bis tief
in die Nacht. Meine Frau und ich, wurden in den Familien so freundlich aufgenommen als ob wir uns schon ewig kennen würden. Wir waren jeden
Abend in einer anderen Familie. Auch fühlten wir uns jetzt sehr geborgen in Vrchlabi. Vergessen waren die Alleingänge durch die Stadt in den vergangenen drei Jahren. Einige von den neuen Freunden wollten auch meiner Frau etwas gutes tun und waren ihr behilflich bei der Suche nach einigen alten Verwadten die noch dort gewohnt haben.
Am 17. August 1989 um 17:00 Uhr hatte ich dann auch einen Termin beim amtierenden Bürgermeister von Vrchlabi – Vlastimil Stepanek. Zwei Sportler
von Spartak-Vrchlabi haben den Termin vereinbart und haben mich auch
begleitet. Für diese Maßnahme hatte ich die ausdrückliche Genehmigung von Baunatals Bürgermeister, Heinz Grenacher.
Es war ein freundliches Gespräch über Frieden und Freundschaft. Auch die Stadtreinigung von Baunatal war von Interesse. Aber weitergehende Versprechungen hat er nicht gemacht. Er konnte nicht über den "bewussten Schatten" springen.
Das Geschenk der Stadt Baunatal an den Bürgermeister von Hohenelbe
(Ein Bild der Stadt Baunatal) konnte ich nirgends entdecken. Dieses Bild
wurde den Sportlern für ihren Bürgermeister mitgegeben.
(Erst später hat es der neue Bürgermeister hinter einem Schrank gefunden.)

Wir waren zwar entäuscht, aber nicht entmutigt. Bei der Abreise, haben
mir die Sportler versprochen, weiterhin für die Partnerschaft zu werben.
Bei Neuigkeiten wollten wir uns gegenseitig informieren.

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Ein automatisches Panoramabild vom Marktplatz !
Der Marktplatz von Vrchlabi ist inzwischen völlig neu gestaltet. Unter dem Marktplatz befindet sich jetzt eine Tiefgarage.


Hohenelbe am Marktplatz.

Spartak-Vrchlabi informiert die Bürger.

So wie verabredet, wurde es gemacht. Meine Freunde in Vrchlabi taten das Möglichste, um den Partnerschaftsgedanken in der Bevölkerung zu verbreiten. Von mir zugesendete Zeitungsausschnitte wurden übersetzt und in den Schaukästen von Spartak-Vrchlabi veröffentlicht. Auch Videoabende wurden mit den mitgebrachten Bändern veranstaltet.
Aber, in Baunatal machte sich langsam die Ungeduld breit. Eine "gewichtige" Stimme im Parlament forderte sogar: Nicht länger zu warten und die Bemühungen sofort abzubrechen.
Die Post die ich aus Vrchlabi bekam, war aber sehr optimistisch, deshalb war ich mit Bürgermeister Grenacher einer Meinung – noch zu warten. Um die Stimmung hoch zu halten, habe ich auch einige Briefe im Arbeitskreis vorgelesen.
Tatsache war, dass im Mai 1990 der Bürgermeister von Vrchlabi neu gewählt werden sollte. Der einzige Kandidat war ein Funkamateur. Darin bestand auch die Hoffnung meiner tschechischen Freunde denn die wussten, dass ich auch Funkamateur bin.
Bei meinem letzten Besuch stand das so, noch nicht fest sonst hätte ich ihn garantiert schon mal aufgesucht. Bis jetzt hat also die Funkerei noch keine Rolle gespielt. Im Gegenteil, ich habe es bewusst unterdrückt, um nicht noch als Spion verdächtigt zu werden. Aber so allmählich kommt auch dieses Hobby zum Einsatz.
Die Zeit verging und die „samtene Revolution“ kam. Somit spielte auch der o.g. „Zeitplan“ keine Rolle mehr.

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Der 1. März 1990 Jirka Paulu mit seiner Frau zu Gast bei der Familie Lange.Am Morgen hat er den Brief von Bürgermeister Krejci an Baunatals Bürgermeister Grenacher übergeben.

Der neue Bürgermeister von Vrchlabi ist gewählt.

Plötzlich, am 21. Februar 1990 gegen 21:00 Uhr erhielt ich einen Anruf aus dem Schloss von Hohenelbe. Es war mein Freund, Jirka Paulu mit der Mitteilung, dass er am 1. März 1990 mit einem Brief, vom neu gewählten Bürgermeister Josef Krejci, nach Baunatal kommt.
Was war geschehen?
Aus der „samtenen Revolution“ ist ein Bürger-Forum hervor gegangen. Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit der vergangenen Monate wurden natürlich auch einige meiner „Sport-Freunde“ Mitarbeiter im Forum. Somit konnte endlich die Saat aufgehen die ich gesät hatte.
Am nächsten Tag bin ich natürlich sofort ins Baunataler-Rathaus gegangen und habe die Neuigkeit verkündet.
So kam es, dass am 1. März 1990 beim Amtsantritt von Bürgermeister Josef Krejci, auch seine Botschaft – überbracht von Jirka Paulu mit Ehefrau – im Rathaus von Baunatal übergeben wurde.
Jirka Paulu mit seiner Frau, waren natürlich für einige Tage unsere privaten
Gäste.
Ich habe nie erfahren was in dem Brief stand und ich war auch nicht neugierig. Es kann ja nur was gutes gewesen sein.

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Der 12. Juni 1990. Der erste offizielle Besuch aus Vrchlabi, im Baunataler Rathaus.

Die erste Delegation aus Vrchlabi/Hohenelbe in Baunatal.

Auf jeden Fall hat Jirka Paulu die Antwort gleich mitbekommen.
Sie muss wohl auch eine Einladung enthalten haben, denn bereits am 12. Juni 1990 fand der erste offizielle Besuch aus Vrchlabi statt. Bürgermeister Josef Krejci führte die vierköpfige Delegation an.
Schon in der Vorbereitung des Besuches hatte Bürgermeister Krejci, aus verständlichen Gründen, den Wunsch geäußert, dass er sich auch unbedingt mit ehemaligen Einwohnern aus Hohenelbe treffen wollte.
Die Teilnehmer habe ich sorgfältig ausgewählt und nach telefonischer Rücksprache mit ihnen, unserer Stadtverwaltung das Einverständnis zur Einladung mitgeteilt.
So verlief das Treffen mit den ehemaligen Einwohnern von Hohenelbe und Umgebung erwartungsgemäß – ruhig und sachlich, man kann sogar sagen harmonisch.
Bestandteil des Gesprächs war auch die Feststellung von Bürgermeister Krejci, dass die deutschen Leute selbstverständlich die deutsche Bezeichnung – Hohenelbe – benutzen können.
Diese Tatsache wurde wahrscheinlich im Protokoll oder vom Gesprächsleiter bewusst unterschlagen. Aus welchen Gründen auch immer. Hätte unser Bürgermeister selbst das Gespräch geleitet oder wenigstens nur teilgenommen, währe wahrscheinlich ihm und den anderen Mandatsträgern die – peinlich – falsche Aussprache des tschechischen Namens unserer Partnerstadt Vrchlabi als >Vrachlabi < ( und das noch nach über 15 Jahren) erspart geblieben. Siehe auch den folgenden Abschnitt.


D A S   V E R F L I X T E   -   A - 

Peinlicher Zwischenfall bei der Enthüllung des Namenschildes vom "Vrchlabi Platz". Es ist ganz normal, wenn jahrelang der Name falsch gesprochen wird, dass dann irgendwann der Name auch falsch geschrieben wird. Zum Start des Videos bitte auf das Bild klicken.


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Die Delegation aus Baunatal wird im Schloss von Bürgermeister Krejci begrüßt.

Der Gegenbesuch im Schloss von Vrchlabi/Hohenelbe.

Der Gegenbesuch aus Baunatal fand vom 13. bis 16. September 1990 statt. Es war schon eine etwas größere Delegation . Wir wurden sehr freundlich empfangen und bei den folgenden Gesprächen herrschte eine sehr gute Atmosphäre. An der zukünftigen Partnerschaft bestand kein Zweifel mehr. Sogar Altbürgermeister Vlastimil Stepanek war anwesend. (Im Bild auf der linken Seite.)
Beim Abschied kam Herr Dr. Pavel Bergmann – auch Mitglied im Bürgerforum Vrchlabi – zu mir und sagte: Jetzt haben sie es aber geschafft!

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Noch einige Bilder von dem ersten Besuch !


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Das Treffen mit den Parteien und der Besuch bei den Firmen in Hohenelbe.

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Unsere Gastgeber führen uns zur Elbequelle und in den Elbegrund.

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Vrchlabi/Hohenelbe. Es gibt hier viele Häuser, wo ich sagen kann: Hier wohnen Freunde von mir!

Resümee oder Schlussbetrachtung.

In Vrchlabi/Hohenelbe hat man meine Diplomaten-Tätigkeit entsprechend gewürdigt. Das wurde mir in vielen Begegnungen und Gesprächen deutlich gemacht. Nur in Baunatal hat man das kaum zur Kenntnis genommen. Das hatte seinen peinlichen Höhepunkt, als die Delegation aus Baunatal – im Schloss - vorgestellt wurde, hat man mich einfach übersehen.
Das ist scheinbar so, wenn man nur Kameramann und kein Politiker ist.
In Baunatal ist man wahrscheinlich immer noch der Meinung, dass irgendwelche Gespräche mit Zwangsarbeitern die Partnerschaft herbeigeführt haben.
Aber, wie auch immer, für mich ist ein Traum zur Wirklichkeit geworden. Darüber bin ich froh und glücklich und auch ein bisschen stolz. Es ist schon sehr schön, wenn man in Hohenelbe spazieren geht und nach allen Seiten – Dobry Den – sagen kann.

Um dieses Kapitel abzuschließen bleibt dann nur noch zu berichten, dass die Partnerschaftsurkunden am 22. Juni 1991 in Baunatal und am 1. Mai 1992 in Vrchlabi/ Hohenelbe unterzeichnet wurden.
Siehe unten!


Der Lohn für die Mühe, die Partnerschafts-Urkunden !



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Radsportler des KSV-Baunatal bringen eine Europa-Fahne nach Hohenelbe.

Am 1. Mai 2004 kommt Tschechien zur Europa-Union.

Als Tschechien am 1. Mai 2004 zur EU kam, war zu den Feierlichkeiten auf dem Marktplatz natürlich auch eine größere Delegation aus Baunatal anwesend.
Auch ich war wieder mit der Video-Kamera dabei.
Als auf dem Höhepunkt der Veranstaltung die Europahymne gespielt wurde, ist es mir sehr warm ums Herz geworden. Schämen tue ich mich deshalb aber nicht, denn mir ist in diesem Moment klar geworden, dass ich erst jetzt am Ziel war.

-------------Noch ein paar Bilder von den Feierlichkeiten.-------------

Sehr viele Bilder habe ich meinen Video-Filmen entnommen, deshalb haben sie eine verminderte Qualität. Aber für eine lückenlose Dokumentation sind sie noch gut geeignet.

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15 Jahre erfolgreiche Partnerschaft im Jahre 2006.

Die Partnerschafts-Medaille. Ein Geschenk der Stadt Vrchlabi.


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Ein automatisches Panoramabild vom Europaplatz !
Der neue Europaplatz mit dem Gendorf-Hotel wurde erst am 23. September 2006 im Beisein einer großen Delegation aus Baunatal eingeweiht. Früher befand sich an dieser Stelle der Busbahnhof.


Der neue Europa-Platz.

Am 23. September 2006 wurde der neue Europa-Platz vor dem Hotel-Gendorf seiner Bestimmung übergeben. Zu den Feierlichkeiten war auch wieder eine größere Delegation aus Baunatal anwesend. Zum ersten mal war auch unser neuer Bürgermeister Manfred Schaub dabei.
Wegen eines anderen Termins konnte ich diesmal leider nicht dabei sein. Die verwendeten Fotos wurden von einer tschechischen Freundin gemacht. Herzlichen Dank dafür!
Möge der neue Europa-Platz in Hohenelbe - oder soll ich lieber sagen, in Vrchlabi - dazu beitragen, den europäischen Gedanken zu vertiefen und auch zu verwirklichen.
Dazu gehört auch, dass man Ortsnamen - je nach Gegebenheit und Möglichkeit - in tschechischer oder in deutscher Sprache verwenden kann. Schon um eine falsche Aussprache zu vermeiden. In anderen europäischen Ländern ist das auch ganz normal. Zum Beispiel: Florenz in Italien! Welcher Deutsche sagt da schon Firenze?

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Ein Klick für Europa ------------------------

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HNA vom 22. Dezember 2006

Noch eine schöne Bescherung aus Vrchlabi/Hohenelbe.

Kurz vor Weihnachten kam noch ein wunderschönes Geschenk aus dem Schloss von Vrchlabi, in das Baunataler Rathaus. Es war ein Kalender für das Jahr 2007.
Es ist nicht irgend ein Kalender wie sie am Jahresende immer verteilt werden. Nein, diesmal ist es etwas besonderes. Es ist diesmal viel schöner und wertvoller.
Der europäische Gedanke, wie ich es bei dem Europa-Platz formuliert habe, ist mit diesem Kalender schon fast verwirklicht.
Auf dem Deckblatt des Kalenders befindet sich das <Panorama von Hohenelbe>. Also, nicht nur ein Bild, sondern es steht auch so darauf. Genau so geht es auch im inneren weiter. Auf jedem Blatt – von Januar bis Dezember – befindet sich auf der linken Seite ein altes Motiv (Postkarte) von Hohenelbe und auf der rechten Seite eine aktuelle Gegenüberstellung. Das ganze ist sehr sorgfältig und sehr schön gestaltet.
Einige Kalender wurden im Arbeitskreis-Städtepartnerschaft verteilt. Ich bin sehr froh, dass ich auf diesem Weg, auch ein Exemplar erhalten habe.
Auch die örtliche Presse hat über diesen Weihnachtsgruß aus Vrchlabi sehr positiv berichtet.

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Ein Bildergruß zum Jahreswechsel aus Hohenelbe.

Es ist Sonntag, der 31. Dezember 2006.
Rechtzeitig zum Jahreswechsel, habe ich per eMail von Jirka Paulu noch einen Bildergruß aus Hohenelbe erhalten. Es ist ein wunderbares Stimmungsbild aus dem Riesengebirge. Fotografiert in der letzten Woche, an einem Nachmittag, von: Jitka Kopacova.

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Ein Klick für das Bild ------------------------


H O H E   A U S Z E I C H N U N G   F Ü R   L U I S A   C H A L O U P S K A . 


Drei Hohenelber-Urgesteine. Irmgard Ritze, Luisa Chaloupska und Eva Kalasova. Eine Begegnung während des Partnerschaftsbesuchs am 20. September 2009 in Baunatal.

Während der Partnerschaftsfeier am 19. September 2009 im neuen Herbsthäuschen, wurde Luisa Chaloupska von Bürgermeister Manfred Schaub mit der Ehrennadel der Stadt Baunatal ausgezeichnet.

An anderer Stelle habe ich bereits erwähnt, dass Luisa Chaloupska die gute Seele unserer Partnerschaft ist. Das wurde jetzt durch die Verleihung der Ehrennadel gewürdigt. Luisa übersetzt nicht nur während den gegenseitigen Besuchen, sondern sie erledigt auch die gesamte Korrespondenz zwischen Vrchlabi und Baunatal.
Bereits bei unserem ersten offiziellen Besuch in Vrchlabi, am 13. September 1990, war Luisa dabei.







------------------------------- Zu den Videoclips-----------------------------


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Kinderchor

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